Am vergangenen Samstag war es endlich so weit, theviennaproject.com ging in Wien über die Bühne. Es war ein ereignisreicher Tag für alle Involvierten mit einer gelungenen Abschlussparty am Abend im Little Buddha. Ein wirklich gelungener Tag für alle.
Die Aufgabe der Software hinter tvp09 war das Tracking der Agenten sowie ein Messagingsystem. Das System bestand aus 4 T-Mobile G1, sowie 4 T-Mobile G2 für die Agenten, einem Server der die Daten sammelte und einem Webinterface das im Headquarter zum Einsatz kam. Sofern man Erfahrung mit Java, Eclipse und vielleicht sogar noch Embedded Systems hat kann man auf Android extrem schnell durchstarten und Applikationen schreiben.
Eines kann ich gleich vorwegnehmen: Android ist für Entwickler ein absoluter Traum. Man hat komplette Narrenfreiheit und hat auf wirklich alle Featueres kompletten Zugriff. Applikationen können parallel laufen und man kann davon ausgehen permanent über eine Internetverbindung zu verfügen. Jegliches Feature des Phones lässt sich auch nutzen: Internet, Video, Audio, Fotos, GPS, Orientation, Compass, Vibration, Notifications, OpenGL ES, Batterielevel, mir fallen garnicht alle ein. Die Liste ist nahezu unendlich. Als eines der Hauptfeature der Trackingapp hat sich tatsächlich die Überwachung der Batterielevel aller Agenthandies herausgestellt.
Und kaum lobe ich Android muss ich dem auch schon wieder entgegenreden: Android in der Version wie sie Google auf dem G1 und dem HTC MAgic herausgebracht hat ist für Endanwender eine ordentliche Challenge. Selbst die Google Entwickler selbst (siehe Google I/O Videos am Ende des Blogs) entschuldigen sich für etliche Fehler im UI. Android ist langsam, sicher nicht flüssig und bei weitem nicht Intuitiv. Wenn ich von Intuitiv rede denke ich immer an den ultimativen Kindertest. Wenn ein Kind ein iPhone in die Hände bekommt so erklärt es einem innerhalb kürzester Zeit alle Feature. Bei Android muss dann aber doch ein Erwachsener zuerst das Manual zu rate ziehen.
Ich hatte in den letzten Monaten mehrere Handys im Vergleich: G1 (HTC Dream), HTC Magic, G2 (HTC Hero) sowie iPhone 3G und 3GS. Eines steht fest, das iPhone 3GS bietet alles in extrem eleganter und überschaubarer Form. Eine runde und vollendete Sache. Das T-Mobile G2 ist das erste Android Phone daß dem schon nahe kommt. HTC hat wirklich viel am UI getüftelt und Googles Standardapplikationen ersetzt oder aufgepeppt. Nachdem bis Ende 2009 noch etwa 15 weitere Phones von 7-8 verschiedenen Herstellern herauskommen werden sehe ich noch eine positive Zukunft für Android. Ein weiterer Hype wird sicher noch durch die Android Developer Challenge 2 ausgelöst werden bei dem es um bis zu 150.000 USD Preisgeld geht für eingereichte Applikationen.

Die Spuren der Agenten. Sofern kein GPS-Signal vorhanden ist wird auf ungenauere Cell-IDs umgeschaltet. Dadurch entstehen die Sprunglinien.
Fazit: Für Entwickler ist Android extrem spannend und für Grafiker noch ein unbeschriebenes Blatt das designed gehört. Für Endanwender die gerade in die Welt der Smartphones eintauchen ist es ein extrem interessantes Phone. Hat man aber schon mal ein iPhone länger in Händen gehalten ist Android nicht mehr ganz so glamourös und man vermisst die ganzen schönen flüssigen Animationen. Als Entwickler werde ich weiterhin iPhone als auch Android verfolgen. Es bleibt spannend!
PS: Gleich nach Ende des Spiels bin ich nach mehreren Wochen wieder von meinem HTC Magic auf mein iPhone umgestiegen. Es ist einfach um so vieles schöner zu bedienen…
Google I/O 2009 – Make your Android UI Fast and Efficient
Google I/O 2009 – Writing Real-Time Games for Android
- Begrüßung der Agenten
- Nachrichten mit Fotoanhang versenden
- Die On-Screen Tastatur des G1
- Sendevorschau des angehängten Fotos
- Empfänger auswählen
- Die Spuren der Agenten. Sofern kein GPS-Signal vorhanden ist wird auf ungenauere Cell-IDs umgeschaltet. Dadurch entstehen die Sprunglinien.
- Die Agenten sind sehr genau geortet, sofern das GPS-Signal stark genug ist.
- Am Ende des Spiels waren alle Akkus komplett leer, was die roten Ringe unterstreichen. Auf der rechten Seite sieht man das Messagingsystem.
- Die Handys waren im extremen Einsatz. Permanent GPS Updates sowie alle 20 Sekunden Updates an den Server. Stresstest pur. Da gehen die Akkus schnell in die Knie.










find ich total interessant wies hinter den kulissen so ausgesehen hat und, wenn ich das richtig verstanden hab, sogar der stand unseres akkus verfolgt wurde. danke für den beitrag. kann dem nur zustimmen, das iphone ist intuitiv immer noch am leichtesten zu bedienen.
dank dir vinzenz für die super software. war echt unglaublich wichtig für das spiel und ohne sie wärs im headquarter wohl nur halb so lustig gewesen. und wart ab, t- mobile wirds auch noch begreifen
matthias
[...] Weitere Berichte gibt’s hier, hier, hier und hier. Weiters gibt’s eine Flickr-Gruppe. showdown am stephansplatz: [...]
Gut gemacht
Liebe Grüße,
Andreas